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MAPPEN, SCHACHTELN, KÄSTCHEN...

In den letzten Jahren zeichnet sich ein neuer Trend zur Dekoration verschiedenster Lebensbereiche – siehe verschiedene Retrolooks in Mode und Interieur (Tapeten, Möbel etc.) – ab. Im Zuge dessen füllten sich die Regale der Kaufhäuser mit verschiedensten Papeterieartikeln, mit Schachteln, Kisten, Boxen, Kästchen. Viele dieser papierbezogenen Behältnisse greifen in ihrem Dekor auf historische Muster zurück oder imitieren "natürliche" Materialien wie Fell, Stein oder Holz. Dies ist keine Erfindung des 20. oder 21. Jahrhunderts; Imitationen und historische Anleihen hat es zu verschiedenen Zeiten gegeben. Doch durch die Vielzahl der technischen Möglichkeiten und die Schnelligkeit der Produktionprozesse – verbunden mit einer Kurzlebigkeit der Trends, die kaum noch zu überbieten scheint – bleibt (wieder einmal) die Qualität der "Entwürfe" auf der Strecke: Qualitätvolle Beispiele industriellen Designs sind – auch im Buntpapierbereich – rar, mehr denn je...


Das kleine Kästchen  aus der Zeit um 1900 diente zur Aufbewahrung von Weihnachtsschmuck. Es ist mit einem schwarzen, glänzenden Papier bezogen, das lithografisch mit einem feinen goldfarbenem Gitterdekor bedruckt wurde. 


Die mit einem Achatmarmorpapier bezogene Schachtel zur Aufbewahrung von Silberbesteck ist zusätzlich mit einem feinen goldfarbenem Liniendekor verziert. Sie ist auf Ende des 19. Jahrhunderts zu datieren.


Schachtel zur Aufbewahrung eines Zahnersatzes, bezogen mit dunkelrotem Glanzpapier und schwarzem reliefierten Papier, vermutlich Anfang 20. Jahrhundert


Arzneimittelschachtel aus einer Apotheke, bezogen mit einem Lithografierten Papier, um 1900


Das ist der alternative Bildtext

Das Holzkästenchen mit einem herausnehmbaren Zwischenboden ist ganzflächig mit einem industriell gedruckten Papier bezogen. Es wurde vermutlich in Florenz hergestellt; dafür spricht auch eine lange Tradition der Buntpapierherstellung in Italien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Handdekorierte Schachtel in Reservetechnik

 

Die Schachtel wurde durch Abdeckung (Reservage) mittels Wachs (Enkaustik) und mittels verschiedener vorheriger und nachfolgender Färbetechniken gestaltete.