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Restaurierungsmaßnahmen infolge des Brandes der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar Bergung und erste Maßnahmen Noch in der Brandnacht sind erste wassergeschädigte Bücher einzeln in Folien verpackt zur Gefriertrocknung in das Zentrum für Bucherhaltung Leipzig gebracht worden. In den folgenden Tagen wurden auch die aus dem Brandschutt geborgenen, z.T. stark verkohlten und feuchten Codices in die Kühlkammern geschickt - ein Wettlauf mit der Zeit, denn die Schimmelbildung kann schon 24 Stunden nach der Durchfeuchtung einsetzen. Die Bergung, Säuberung und Trocknung der beschädigten Bücher ist dank der vorzüglichen Zusammenarbeit aller Beteiligten optimal verlaufen. Sie werden im Laufe eines Jahres peu à peu nach Weimar zurückkehren und in einem angemieteten Ausweichmagazin zwischengelagert. Dort können sie – wegen ihrer Deckelverformungen in Regalen liegend, nicht stehend – ausdünsten und im Einzelnen untersucht werden. In einer neuzuerstellenden Datenbank müssen die Schäden dokumentiert und in Schadensklassen eingeteilt werden. Esrt nach dieser Expertenarbeit können genaue Vorgaben zur Restaurierung der einelnen Buch- und Schadenskategorien erstellt und infolge dessen die Aufträge vergeben werden. Zum Teil wird die Ausführung in der hauseigenen Werkstatt für Buchrestaurierung und -konservierung oder in Werkstätten befreundeter Bibliotheken erfolgen, zum Teil werden Aufträge an Dritte vergeben. Die Restaurierung der geschädigten Bände ist eine Herausforderung, die die Bibliothek 2-3 Jahrzehnte beschäftigen wird.
Weitere Informationen unter: www.anna-amalia-bibliothek.de
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